2007

Pressemitteilung 2007

SBB-Pressemitteilung anlässlich der Sächsischen Brauerhalbzeit am 12./13.10.2007 in Chemnitz


Sachsens Brauer: "Für das Deutsche Reinheitsgebot gibt es keine Alternative!"

Chemnitz, 12.10.07 "Das Malz, das Wasser, der Hopfen und die Hefe werden auch künftig die vier natürlichen Rohstoffe unseres Bieres sein. Sie garantieren höchstmöglichen Gesundheitsschutz und eine kontrollierte Produktqualität. In Zeiten von Lebensmittelskandalen und akuter Verbraucherverunsicherung sagen wir mit Stolz und Überzeugung: Sächsisches Bier ist und bleibt ein natürliches, reines und vor allem köstliches Produkt aus besten Zutaten", so der Präsident des Sächsischen Brauerbundes e.V., Herr Dr. Hans-Wolfgang Lambrecht.

Dieses grundsätzliche Bekenntnis zu den "heiligsten" Werten der Brauwirtschaft in Deutschland hat im laufenden Jahr eine sehr aktuelle Bedeutung bekommen. Im Rahmen der heutigen "Sächsischen Brauerhalbzeit" haben die Vertreter der sächsischen Brauereien mit dem Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Dr. Jürgen Staupe zum Thema "Braugetreide versus Bioenergie?" debattiert.

Für unseren mengenmäßig größten Rohstoff Malz hat sich der Markt dramatisch bewegt und ist von einem zunehmend knapperen Angebot und von drastisch gestiegenen Preisen geprägt. Die Ursache liegt nicht nur in einem schlechten Ernteergebnis 2006, sondern auch in einem weiteren Rückgang der Anbaufläche im laufenden Jahr - konkret in Sachsen um 24%. Das Gesetz für erneuerbare Energien und umfangreiche Investitionen in Biogasanlagen lassen den Nahrungsmittel- und den Energiesektor künftig um ein und dieselben Agrarrohstoffe konkurrieren. Dementsprechend entscheiden sich die Bauern zunehmend für den Anbau von staatlich geförderten Energiepflanzen und weniger für die nicht subventionierte und qualitativ anspruchsvolle Braugerste.

In der Abstimmung von Politik und Brauwirtschaft wird es darauf ankommen, dass die Balance zwischen Energie- und Lebensmittelbranche angemessen geregelt wird. Ein Wettbewerb auf Augenhöhe und ohne staatlich vorgegebene Wettbewerbsverzerrungen - das ist die Forderung der Brauer an die sächsische Staatsregierung.

Der Brauer-Präsident betont abschließend: "Neben den Mehraufwendungen für die Rohstoffe der Bierherstellung belasten die Kostenstruktur der Brauereien vor allem die hohen Energie- und Logistikkosten sowie die Engpässe und die steigenden Preise für Neuglas. Da sind neue und kreative Lösungen in allen Brauereien gefragt."

Die Freunde des sächsischen Bieres sollen jedenfalls zu keiner Zeit um die Güte und die Vielfalt des regionalen Gerstensaftes bangen müssen. In der Bier-Bilanz für Sachsen zeigt sich der Bierabsatz per September 2007 mit einer geringfügig positiven Tendenz: + 1,5% gegenüber dem Vorjahr. Die bundesweite Statistik weist zum gleichen Zeitpunkt ein leichtes Absatzminus von ca. 1% auf.

Statistische Anmerkungen:
 

  • Bierabsatz 1997 - 2006: siehe Anlage!
  • Sachsen – 57 Braustätten
  • Sachsen - 57 Braustätten
    • 31 industrielle Brauereien
    • 26 Gasthausbrauereien
  • Biersteuer an den Freistaat: jährlich ca. 73 Millionen Euro
  • Sachsen - Bierland Nr. 1 im Osten und nach NRW und BY dritter bundesweit
  • Sächsischer Bierabsatz nach Sorten 2006
    • 69% Pils
    • 17% Export
    • 3% Helles
    • 3% Schwarzbier
    • 2% Bockbier
    • 2% Weizenbier
    • 4% andere Sorten

Anlage: 10 erfolgreiche Bier-Jahre - Bierabsatz Sachsen 1997-2006

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Sächsischer Brauerbund e.V., Geschäftsstelle
Reinhard Zwanzig, Ines Lange
Tel.: 0351 – 4698 341 und –344
Fax.: 0351 – 4698 343
info@brauerbund-sachsen.de
www.bier-aus-sachsen.de

 


Pressemitteilung des Sächsischen Brauerbundes
anlässlich der Ordentlichen Mitgliederversammlung am 08.06.2007 in Torgau


Sachsens Brauer: „Unser Bier schäumt auf Spitzenniveau!“

Torgau, 08.06.07

„Wenn der Gesamtbierabsatz Sachsens in den letzten Jahren das Kriterium für die Entwicklung der deutschen Brauwirtschaft wäre, dann müsste sich unsere Branche voll mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland identifizieren.“ Mit diesen Worten konnte der Präsident des Sächsischen Brauerbundes, Dr. Hans-Wolfgang Lambrecht, den Bericht zum Geschäftsjahr 2006 im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung in Torgau beginnen.

Nach einem Bestwert im Jahr 2005 hat die sächsische Brauwirtschaft im Bierjahr 2006 mit 8,833 Millionen Hektolitern ein neues historisches Absatz-Hoch erreicht. Damit noch nicht genug – im ersten Jahresdrittel 2007 steht ein aufgelaufenes Plus von 7,1% und damit zumindest eine gute Basis für das weitere gute Abschneiden im laufenden Jahr. Zu der positiven Bilanz haben alle 57 Braustätten des Freistaates beigetragen – „allerdings wird der Löwenanteil mit etwa 86% von unseren Mitgliedsbetrieben erbracht“, so Dr. Lambrecht.

Aber auch bei den Brauern ist nicht alles eitel Sonnenschein! „Steigende Energie- und Logistik-Kosten zwingen die kleineren und die großen Brauereien zu neuen kreativen Lösungen.“ Mit dem Blick auf das Torgauer Fresh Lemon verweist der Brauer-Präsident auf die vielfältige Palette der Biermischgetränke, die von fast jeder Brauerei zur Vervollständigung des Sortiments genutzt wird.

Das Fachthema der Jahrestagung beschäftigt sich mit der Braugerste – dem hauptsächlichen Rohstoff des Bieres und auf Grund des Anbaurückgangs im Fokus der Brauer. „Der Landwirt wandelt sich immer mehr zum Energie-Wirt. Seit Jahren fördert der Staat zunehmende Flächen bei nachwachsenden Rohstoffen für die Bioenergie. Eine ausreichende Menge und eine auch künftig hohe Qualität der Braugerste – das sind die Schwerpunktforderungen des Sächsischen Brauerbundes an die Landwirtschaft.“

Die Mitglieder des Sächsischen Brauerbundes – je zur Hälfte mittelständische Privatbrauereien und konzerngebundene Brauerei-Unternehmen – profitieren seit 17 Jahren vom Miteinander im regionalen Fachverband. Kooperation, Erfahrungsaustausch und gemeinsames Lobbying werden von allen Brauereien wahrgenommen. Der Nachweis für den guten Ruf des sächsischen Bieres sind die Steigerungen im Bierabsatz der letzten 10 Jahre.

Dr. Hans-Wolfgang Lambrecht: „Nicht zu vergessen, im Rahmenprogramm unserer Veranstaltung wollen wir auch die ostelbische Umgebung von Torgau kennen lernen. Und am Abend selbstverständlich ein gutes Torgauer Bier verkosten – das ist die angenehme Seite unserer Branche.“

Statistische Anmerkungen:
 

  • Bierabsatz 1997 – 2006: siehe Tabelle
  • Sachsen – 57 Braustätten
    • 31 industrielle Brauereien
    • 26 Gasthausbrauereien
  • Biersteuer an den Freistaat: jährlich ca. 73 Millionen Euro
  • Sachsen – Bierland Nr. 1 im Osten und nach NRW und BY dritter bundesweit
  • Sächsischer Bierabsatz nach Sorten 2006
    • 69% Pils
    • 17% Export
    • 3% Helles
    • 3% Schwarzbier
    • 2% Bockbier
    • 2% Weizenbier
    • 4% andere Sorten

Anlage: 10 erfolgreiche Bier-Jahre – Bierabsatz Sachsen 1997-2006


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Geschäftsstelle des Sächsischen Brauerbundes e.V.
Reinhard Zwanzig, Ines Lange
Tel.: 0351 – 4698 341 und –344
Fax.: 0351 – 4698 343
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Am 23. April hat das Bier Geburtstag –
und alle Sachsen feiern mit !


Dresden, 18. April 2007

Es ist die älteste Lebensmittelverordnung der Welt: das Deutsche Reinheitsgebot, nach dem auch die sächsischen Brauer heute noch ihr Bier brauen. Deshalb feiern alle Freunde des frischen Gestensaftes am 23. April den „Tag des Deutschen Bieres“. Anno 1516 machte der bayerische Herzog Wilhelm IV. das Bierbrauen zur Chefsache. Kein Zusatz von Kräutern, kein Ruß für’s Dunkelbier und kein Stechapfel für die geschmackliche Verfeinerung – die Braukunst beruhte fortan nur auf den Rohstoffen Wasser, Gerste und Hopfen. Mit voller Berechtigung spricht man seitdem vom Deutschen Bier als dem reinsten Vergnügen!

Und ganz offensichtlich: Sächsisches Bier ist der Durstlöscher Nr. 1 im Freistaat und auch über die Landesgrenzen hinaus zunehmend beliebt. Schon jetzt „wackelt“ der Bierabsatzrekord von 8,833 Millionen Hektoliter aus dem Vorjahr. Der Start in das Jahr 2007 ist den sächsischen Brauereien mit einem Plus von ca. 5 Prozent per erstem Quartal ausnehmend gut gelungen.

Wenn das kein Grund zum Feiern – rund um den 23. April – ist:

Der Freundeskreis für Brauereigeschichte Dresden/Ostsachsen lädt schon am 21.04. zum 21. Dresdner Tauschtreffen von Brauereiwerbemitteln in die Feldschlößchen AG nach Dresden-Coschütz ein. Der Biergeburtstag selbst wird in Einsiedel mit einem Tag des offenen Brauhauses und unter dem Motto „Bier bewusst genießen“ begangen. Die Landskron Brauerei Görlitz eröffnet ihr neues BRAU MUSEUM und im Leipziger Brauhaus zu Reudnitz sind die Gäste im neuen STERNBURG FAN TREFF herzlich willkommen. Für Wissbegierige und Genießer plaudert der Bierkutscher Ernst rund ums Bier und bei bierigen Speisen in der Sportwelt zu Radeberg und die richtige Kondition können sich alle Wanderfreunde am 29.04. bei der 8. Sternquell Rad- und Wandertour rund um Plauen antrainieren – den abschließenden Brauerei-Besuch und eine selbst abgefüllte und etikettierte Bügelflasche Kellerbier inklusive.

Ein frisches sächsisches Bier schmeckt am besten in der Geselligkeit von guten Freunden in einem der vielen Biergärten von Sachsen. Am schönen Wetter scheint es dieses Jahr jedenfalls nicht zu fehlen.

Also, unsere Geburtstagseinladung steht – zum Wohle auf unser sächsisches Bier!

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Sächsischer Brauerbund e.V. ,Geschäftsstelle
Reinhard Zwanzig, Ines Lange
Tel.: 0351 – 4698 341 und –344
Fax.: 0351 – 4698 343
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www.bier-aus-sachsen.de

Anlage zur Pressemitteilung vom 18.04.2007


Sächsische Bierzahlen

  1996 2001 2006
Bierabsatz (in THektorliter 7.402 8.540 8.833
Biersteuer für Sachsen
(in Millionen Euro)
63 72 74
Anzahl der betriebenen Braustätten 36 57 57
 

 

Sächsischer Bierabsatz 2006 mit neuem Bestwert!
Die Jahres-Bier-Bilanz Sachsen 2006 und der Bier-Ausblick 2007


Dresden, 7. Februar 2007

Die Sachsen genießen ihr Bier auf höchstem Niveau! Hinsichtlich der verkauften Hektoliter kann dafür der sächsische Bierabsatz 2006 als Gradmesser des Erfolges herangezogen werden. Allerdings ist der neue Höchstwert im Bierabsatz auch die Richtgröße der regionalen Brauer für das laufende Bierjahr.

8,833 Millionen Hektoliter verkauftes Bier in 2006 – das ist der neue Bierabsatzrekord im Freistaat Sachsen! Der Vorjahresbestwert wurde nochmals um 0,8% bzw. zusätzliche 66.000 Hektoliter übertroffen. Sachsen bleibt unangefochten das Bierland Nr.1 im Osten und bundesweit die Nr.3!
 

Nach Jahren des allgemeinen Abwärtstrends haben in Bezug auf 2006 fast alle deutschen Brauer einen Grund zum Anstoßen. Mit einem Plus von 1,427 Millionen Hektolitern – das sind 1,4% mehr als im Vorjahr – steigt der deutsche Bierabsatz wieder auf 106,793 Millionen Hektoliter an.

Dr. Hans-Wolfgang Lambrecht, Präsident des Sächsischen Brauerbundes: „Die gute Stimmung zur Fußballweltmeisterschaft und der prächtige Sommer haben bundesweit den entscheidenden Kick gegeben. In Sachsen speziell bewegt sich der Bierabsatz seit 1991 entgegen dem Bundestrend und in den letzten 10 Jahren auf absolutem Spitzenniveau – ein großes Dankeschön an alle Freunde des sächsischen Bieres.“

Ein Schwerpunkt der Branche im aktuellen Bierjahr liegt konkret im Kostenbereich. Mehraufwendungen für Energie und Logistik treffen den betrieblichen wie den privaten Haushalt gleichermaßen. Zudem schlägt sich eine Braugerstenverknappung, in Folge einer witterungsbedingt schlechten Ernte, gravierend auf die Rohstoffpreise nieder. Der mengenmäßig wichtigste Rohstoff Malz verteuert sich auf 150 bis 180% gegenüber den Vorjahren.

„Als gelernter Kaufmann und Vertreter einer Premium-Brauerei hat mich der Trend zum Billigbier und damit der Preisverfall unseres edlen Produktes immer geschmerzt. Im Sinne der Kostendeckung wird die gesamte Branche um eine angemessene Aufbesserung der Konditionen durch den Handel und die Gastronomie nicht herumkommen“ – konstatiert der Brauerpräsident.

Für den Bierabsatz 2007 sehen die sächsischen Brauer trotzdem keine Durststrecke. Das verstärkte Angebot der vom Verbraucher gewollten Biervielfalt, die Erhöhung der Attraktivität der Gebinde und die Kontinuität einer traditionell höchsten Qualität – das sind die Trümpfe der Brauereien in Sachsen. Mit dem neuen Slogan: „Bier bewusst genießen“ tritt die Branche weiterhin für einen verantwortungsvollen Biergenuss an. Und auf der Basis der überdurchschnittlichen Bereitstellung von Ausbildungsplätzen im Jahr 2006, setzt die hiesige Brauwirtschaft auch künftig ein Zeichen für die Perspektive der Jugend in unserem Freistaat.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Geschäftsstelle des Sächsischen Brauerbundes e.V.
Reinhard Zwanzig, Ines Lange
Tel.: 0351 – 4698 341 und –344
Fax.: 0351 – 4698 343
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Jahres-Bier-Bilanz des Sächsischen Brauerbundes 2006


Statement des Präsidenten des Sächsischen Brauerbundes e.V.,
Herrn Dr. Hans-Wolfgang Lambrecht,
anlässlich der Pressekonferenz am 07. Februar 2007
im Radeberger Spezialausschank, Terrassenufer 1, 01067 Dresden


(Es gilt das gesprochene Wort)

Traditionell ist der Bierabsatz des Vorjahres die erste Zahl des Statistischen Bundesamtes für die Brauwirtschaft und damit die Bilanzgröße für das Bierjahr 2006; natürlich damit auch der Maßstab für das neue Geschäftsjahr 2007.

Wie schon im vergangenen Jahr kann Ihnen der Sächsische Brauerbund für den Gesamtabsatz der Biere im Freistaat Sachsen einen erneuten Rekord vermelden.
 

  • 8,833 Millionen Hektoliter Bier sind im Jahr 2006 in Sachsen verkauft worden,
  • der bisherige Spitzenwert von 2005 wurde mit 0,8% deutlich übertroffen,
  • allein das Plus von 66.000 Hektolitern entspricht einer Anzahl von 13,2 Millionen Glas sächsisches Bier,
  • vergleichsweise betrug der sächsische Bierabsatz im Jahr 2001 knapp über 8,5 Millionen und 1997 noch runde 8,0 Millionen Hektoliter – eine kontinuierliche Absatz-Steigerung innerhalb der letzten 10 Jahre um fast 11%,
  • im gleichen Zeitraum ist der Gesamtbierabsatz in Deutschland um 5,2% bzw. um fast 6 Millionen Hektoliter gesunken,
  • unangefochten bleibt Sachsen damit das „Bier-Maß aller Dinge“ im Osten und festigt weiterhin den starken bundesweiten Platz 3
  • für die gesamtdeutsche Brauergilde erfreulich ist das bundesweite Absatz-Plus in 2006 um 1,4% und der Anstieg des Gesamtabsatzes auf gute 106,8 Millionen Hektoliter – immerhin ein Zuwachs von nahezu 1,5 Millionen Hektoliter Bier.

Wo liegt die Begründung für die erfreuliche Bier-Bilanz 2006?


 

  • Die gute Stimmung zur Fußballweltmeisterschaft und der prächtige Sommer haben bundesweit den entscheidenden Kick gegeben.
  • Punktgenau zum Anstoß unserer „Klinsmänner“ erstrahlte die Sonne und das sommerliche Wetter hielt sich mit biergenehmen Temperaturen auch über das grandiose Fußballfest hinaus.
  • Selbst ein sehr mäßiger August konnte nur eine kleine Absatz-Delle markieren – der Spätsommer und ein goldener Herbst erfreuten die Brauer wieder durchgängig.
  • Speziell im Bierland Sachsen wirkte zusätzlich der touristische Faktor. Unser Freistaat und insbesondere die Landeshauptstadt zieht zunehmend Gäste aus der ganzen Welt an – und die genießen selbstverständlich nicht nur den sächsischen Sauerbraten und die Dresdner Eierschecke, sondern auch das eine und das andere frische sächsische Bier.

Allerdings können auch der neue Bierabsatz-Rekord in Sachsen und die Unterbrechung des Sinkflugs im deutschen Bierabsatz die langjährigen Problemthemen der Branche nicht verwischen.
 

  • die Tendenz vom Premium- und Konsumbier in Richtung der Billigbiere wurde auch 2006 nicht gestoppt und
  • nach wie vor lockt der Handel die Verbraucher mit Dauer-Niedrigpreisen bei Bier in die Discount-Märkte.

Als gelernter Kaufmann und Vertreter einer Premium-Brauerei hat mich der Trend zum Billigbier und damit der Preisverfall unseres edlen Produktes immer geschmerzt.

Der Kostendruck hat mittlerweile in allen Brauereien einen Stand erreicht, der über Rationalisierung nicht mehr wettzumachen ist.
 

  • Wie in jedem privaten Haushalt nachvollziehbar, sind auch die betrieblichen Energie- und Logistik-Kosten in den letzten Jahren permanent nach oben geklettert,
  • branchenspezifisch wirkt sich eine witterungsbedingt schlechte Ernte im Jahr 2006 gravierend auf die Rohstoffpreise des Bieres aus,
  • der mengenmäßig wichtigste Rohstoff Malz verteuert sich auf aktuell 150 bis 180% gegenüber den Vorjahren,
  • die Reduzierung der Anbaufläche für Braugerste in der Landwirtschaft zu Gunsten von Kulturen mit bislang höheren Erzeugerpreisen, oder auch mit deutlich höherer staatlicher Subventionierung, bringen zusätzlich eine Verknappung der Braugerste.

Ergo: im Sinne der Kostendeckung wird die gesamte Branche im aktuellen Bierjahr 2007 um eine angemessene Aufbesserung ihrer Konditionen gegenüber dem Handel und der Gastronomie nicht herumkommen!

Allerdings:
 

  • Zeitpunkt und exakte Höhe werden von Marke zu Marke differieren,
  • die konkrete Entscheidung darüber wird in jedem einzelnen Betrieb getroffen.

Wenn Sie mich fragen, ob damit die Zeit der Bierabsatz-Rekorde zumindest vorübergehend abgehakt werden muss, kann ich entgegnen:

Unsere Herausforderung wird darin bestehen, das erreichte Niveau gegen den bundesdeutschen Trend aufrecht zu erhalten.

Für uns spricht:
 

  • die Sachsen stehen zu ihrem Bier,
  • die Verbraucher schätzen die sächsische Biervielfalt,
  • und genau diese Vielfalt des Produktes Bier in Kombination mit einer erhöhten Attraktivität der Gebinde und in traditionell hoher Qualität werden den Verbrauchern angeboten,
  • das waren und sind die Trümpfe der Brauereien in Sachsen.

Flankiert werden diese Trümpfe von zwei Aktivitäten, die für den Sächsischen Brauerbund und für seine Mitgliedsbrauereien ebenfalls eine sehr hohe Priorität bedeuten.
 

  • Erstens: Ohne Ausnahme bekennen sich die sächsischen Brauer zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Erzeugnis.
  • Mit dem Slogan „Bier bewusst genießen“ tritt die Branche konsequent gegen den Missbrauch von Alkohol an.
  • So sollen die Aktionen zu „Don’t drink and drive“ junge Autofahrer über die Gefahren mit Alkohol am Steuer aufklären.
  • Bei der Kampagne „Alkohol? Sorry. Erst ab 16/18“ geht es mit Aufklebern, Pins und Flyern um die Durchsetzung des Jugendschutzgesetzes.
  • Beides soll ohne erhobenen Zeigefinger, aber nichtsdestotrotz ernstzunehmend vermittelt werden.

Auch die zweite Aktivität geht in Richtung Jugend – vor allem an die Jugend in und für Sachsen!
 

  • Seit Jahren bilden die regionalen Brauereien hochqualifizierte Facharbeiter aus – speziell für die Brauer und Mälzer gibt die Brauerschule in Dresden, übrigens die einzige im Osten, dafür die beste Voraussetzung.
  • Das Besondere ist: Mit einem Auszubildenden-Anteil von 7,2% an den Gesamtbeschäftigten steht die sächsische Brauwirtschaft an der Spitze aller Branchen des Verarbeitenden Gewerbes.
  • Diese Quote liegt noch über der Zielstellung, die Altkanzler Gerhard Schröder den deutschen Arbeitgebern im Pakt für die Berufsausbildung verordnet hat .


Attraktive Arbeitsbedingungen in den sächsischen oder in anderen deutschen Brauereien warten auf die jungen Facharbeiter – Bier hat nicht nur Tradition, sondern vor allem auch Zukunft.

Die Entwicklung des Bierabsatzes in Sachsen beweist es!

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