2010


Pressemitteilungen 2010


Die Braugerste von heute ist das Bier von morgen
Sachsen: Bauern, Mälzer und Brauer wollen weiterhin regionale Rohstoffe


Lohmen, August 2010

Um das sächsische Bier selbst brauchen wir uns kaum Sorgen zu machen. Der Ruf ist hervorragend, die Biervielfalt eine Erstaunliche und der Absatz auf hohem Niveau. Aber wie sieht es eigentlich bei den regionalen Rohstoffen aus? Die Rohstoffpalette des Bieres ist bekanntlich sehr übersichtlich: Malz, Hopfen und Wasser – so das Reinheitsgebot von 1516.

Der Hopfen gedeiht im Elbe-Saale-Gebiet bestens. Die einzelnen Hopfengärten sind meist großflächiger als in der bayerischen Hallertau. Das Wasser kommt aus den brauerei-eigenen Brunnen oder aus den Trinkwassertalsperren des Erzgebirges. Und die Braugerste?

Zur fachlichen Abstimmung vor Ort haben sich deshalb der Präsident des Sächsischen Brauerbundes, Heinz-Joachim Marre sowie die Vertreter der einzigen sächsischen Mälzerei, Sandro Kohl und Dr. Wolfhard Schmidt, in der Agrarproduktion „Zur Bastei“ GmbH & Co. KG in Lohmen bei Pirna angemeldet. Als Geschäftsführer über die Anbauflächen des landwirtschaftlichen Betriebes, die sich über 30 km – vom Stadtrand Dresdens bis zur tschechischen Grenze – erstrecken, empfängt sie Dipl.-Ing. agr. Rolf Bobe.

„Rund 25% unserer Gesamtfläche von über 1.000 Hektar gehört der Winterbraugerste. Nicht nur der ruinöse Erzeugerpreis der letzten Jahre hat uns die Sommerbraugerste vergessen lassen. Erstens profitieren wir aus der höheren Ertragsstabilität der Winterbraugerste und einem deutlichen Mehrertrag pro Hektar. 75 bis 80 Dezitonnen unserer Sorte Malwinta stehen den ehemaligen ca. 45 dt/ha Sommerbraugerste gegenüber. Zweitens kann die tiefwurzelnde Winterbraugerste den zunehmend extremen Witterungstendenzen eher trotzen. Die geforderte Braugerstenqualität vorausgesetzt, haben wir als Abnehmer die Heidenauer Mälzerei in unmittelbarer Nähe. Und letztlich: Auch die Agrarproduktion kann sich keine planmäßigen Verluste erlauben. Wenn gute Ausweichlösungen für die Sommerbraugerste vorhanden sind, werden wir diese nutzen. Braugerstenanbau bleibt ein emotionales Geschäft.“ - erläutert Bobe.

Mit einheitlicher Braugerstensorte auf großflächigem Anbau können die ostdeutschen Erzeuger nach wie vor punkten. Dazu kommt die geringe Transportentfernung zur Mälzerei, und das auch bei der verbliebenen sächsischen Sommergerste, die sich immer mehr in Richtung Erzgebirge und Vogtland orientiert.
Von den über 50.000 ha Braugerstenfläche der neunziger Jahre sind aktuell 28.000 ha verblieben. Eine Entwicklung, die Dr. Schmidt als Fachmann der MALTEUROP Deutschland GmbH z. B. auch für Schwaben nachvollziehen kann: „Mein Plädoyer an die Brauereien zielt auf den verstärkten Einsatz der Winterbraugerste. Fast einheitlich nutzen wir im Osten die Malwinta, im Westen die Wintmalt – beides sind bewährte Sorten, die mit ihren Qualitätswerten der Sommerbraugerste in nichts nachstehen. Die Schlussfolgerungen aus unseren Kleinmälzungsversuchen übermitteln wir an die Bauern und an die Brauer. Der Erfahrungsaustausch über die Gesamtwertschöpfungskette funktioniert.“ Kohl, Betriebsleiter in Heidenau, ergänzt: „Mit steigender Tendenz vermälzen wir derzeit etwa 15% Winterbraugerste. Unser Angebot geht an alle unsere „Sommergersten“-Brauer – holt Euch einen Probe-Lastzug mit Malz aus Winterbraugerste. Probieren geht über Studieren. Allein der Transport einer Sommerbraugerste, die zur gegenwärtigen Bedarfsdeckung aus Frankreich zugekauft werden muss, belastet die Kosten pro Tonne um bis zu 40 Euro.“

Theoretisch geht der Brauer-Präsident voll konform – die Fachreferate des Rohstoff-Experten Professor Dr. Frank Rath, Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin, sind fester Bestandteil der jährlichen Dresdner Brauer-Tagungen des Verbandes. Und praktisch kann Marre als Technik-Vorstand in der Feldschlößchen Aktiengesellschaft auch auf mehrere Jahre anteiliger Winterbraugerstenerfahrung zurückgreifen: „Bisher bekommen die Braumeister noch immer ausreichend Malz aus Sommerbraugerste. Natürlich lässt sich auch mit Braugerste aus Frankreich oder Australien ein gutes Bier brauen. Aber der regionale Braugetreideanbau behält vor allem für die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft Sachsens seine hohe Bedeutung. Bier braucht Heimat! Dazu zählt eben auch die Braugerste vom sächsischen Erzeuger und der Hopfen aus dem Elbe-Saale-Gebiet. Speziell das Malz aus Winterbraugerste wird bei der notwendigen Versorgungssicherheit mit regionalen Rohstoffen eine zunehmende Rolle spielen. Demzufolge werden sich die Mälzer und die Brauer für ein qualitativ gutes Braugetreide aus Sachsen zukünftig auf einen adäquaten Preis gegenüber den Bauern einzustellen haben. Noch existierende Vorurteile der Brauwirtschaft gegenüber einer anteiligen Nutzung von Malz aus Winterbraugerste im Bierherstellungsprozess werden spätestens dann korrigiert, wenn der Preisvergleich ein Plus unter dem Strich nachweist.“

Volle Übereinstimmung herrscht in der Abstimmungsrunde dazu, dass sich die Partner aus der Landwirtschaft, aus der Malzindustrie und aus den Brauereien einander dringlich brauchen. Voraussetzung der Zusammenarbeit ist das miteinander Reden und ein gegenseitiges Vertrauen. Für Beides gibt es in Sachsen einen guten Boden.

Dass dabei ein köstliches Endprodukt zu Stande kommt, ist nicht nur die Meinung der Lohmener Runde – gleichermaßen empfinden alle Genießer der sächsischen Biervielfalt.

Anlage: Foto – Die 2.000 t Braugerste im Lager der Agrarproduktion Lohmen sind ausreichend für etwa 100.000 Hektoliter Bier. Von links: Rolf Bobe – Agrarproduktion Lohmen, Dr. Wolfhard Schmidt und Sandro Kohl – MALTEUROP Deutschland, Heinz-Joachim Marre – Präsident des Sächsischen Brauerbundes

 

Sachsens Brauer mit Optimismus zum Bierabsatz 2010!


Dresden, 30. Juli 2010


„Mit dem Juni kam nicht nur der diesjährige Schönwetter-Sommer, sondern auch wieder der Optimismus in die Stimmung der sächsischen Brauer. Die Beschäftigten in den Brauereien arbeiten auf Hochtouren, die Vertriebsfahrzeuge laden zeitweise direkt vom Band und die Biergärten sind erfreulich gut gefüllt. Sächsisches Bier zu genießen – das kann so herrlich sein.“ So der Kommentar von Heinz-Joachim Marre, dem Präsidenten des Sächsischen Brauerbundes, zum Ergebnis des Bierabsatzes per Juni 2010.

Mit fast 10% Mehrabsatz gegenüber dem Vorjahresmonat konnte der Juni die Absatzverluste der ersten fünf Monate zwar noch nicht ausgleichen, aber eine deutliche Wende in Richtung positiver Jahresbierbilanz konnte in allen 58 sächsischen Brauereien vollzogen werden. Schließlich kann aus aktueller Sicht auch die vorläufige Einschätzung des Bierverkaufs im Monat Juli und die sommerliche Wetterprognose für die nächsten Tage mit berücksichtigt werden.

Präsident Marre: „Die 4-Millionen-Hektolitergrenze haben wir im ersten Halbjahr erreicht. Bei dem weiteren warmen Sommer, einem goldigen Herbst mit einigen milden Abenden und dem erfahrungsgemäß starken Finale im Dezember ist mir um das Bierjahr 2010 nicht bange. Meine Bitte an alle Bierfreunde – das Leergut wird gerade in diesen Tagen in den Brauereien dringend benötigt. Also, die Keller beräumen und die Bierkästen – möglichst sauber sortiert – wieder zu den Getränkemärkten und in die Handelseinrichtungen. Die sächsischen Brauer werden es Ihnen danken.“


Statistik zur Sächsischen Bier-Bilanz per 30.06.2010:
 

  Sachsen Deutschland
Bierabsatz Juni 2010 811.318 hl (+ 9,4%) 10.274.342 hl (+ 7,8%)
Bierabsatz per Juni 2010 4.027.308 hl (- 6,9%) 48.987.512 hl (- 0,7%)
Braustätten             58          1.319


                                                                  

Oberlausitzer Bierkönigin empfängt das Präsidium
des Sächsischen Brauerbundes


Klein Partwitz, 7. Juli 2010

Nicht nur König Fußball und das WM-Spiel zwischen Deutschland und Spanien dominieren den 07. Juli 2010 in Klein Partwitz. Hauptthema im ortsansässigen Gasthof „Zum Anker“ – mitten im herrlichen Oberlausitzer Neuseenland – ist das sächsische Bier und der Arbeitsbesuch des Präsidiums des Sächsischen Brauerbundes bei Ihrer Hoheit, der Oberlausitzer Bierkönigin Anja Ittmann.

Als Tochter des Anker-Wirtes und Chefin des Reisebüros „Lausitzer Seenland Touren“ kann sie ihren Gästen nicht nur begeisternd die heimatliche Region vorstellen, sondern sich auch durchaus fachfraulich mit den Brauern aus Dresden, Wernesgrün und Löbau zum Gebräu aus Hopfen und Malz austauschen. Brauerbund-Präsident Heinz-Joachim Marre ist fasziniert: “Anja repräsentiert unser Produkt erfrischend spritzig und mit genießerischer Überzeugung. Sie steht für die fröhliche Geselligkeit und für die Verbundenheit zu ihrer Heimat – durchweg Tugenden, die wir auch mit dem sächsischen Bier verbinden können.“

Zur diesjährigen Bierabsatz-Entwicklung konnte das Brauer-Präsidium erst seit den sonnigen Junitagen und vor allem seit der fußballerischen deutschen Siegesserie frohlocken. Marre dazu: „Die Bierabsatzverluste der ersten Monate werden im restlichen Bier-Jahr wahrscheinlich nicht ausgeglichen. Aber das schöne Juni-Wetter und besonders der gemeinsame Spaß bei Bier und Fußball haben unseren Optimismus deutlich vorangebracht. Der aktuelle Juli könnte also für Beides weltmeisterlich werden.“

Übrigens haben es die präsidialen Brauer sehr genossen, sich nach getaner Arbeit mit den Köstlichkeiten der Oberlausitzer Küche – und natürlich einem sächsischen Bier – königlich bedienen zu lassen.

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2. Oberlausitzer Genussmarkt 2010 –
Genussvolles aus Hopfen und Malz

Am Wochenende vom 12. bis 13. Juni 2010 wird Neusalza-Spremberg wieder zur Oberlausitzer Hauptstadt des Genusses und begrüßt gemeinsam mit acht Brauereien der Region die Gäste zum 2. Oberlausitzer Ge-nussmarkt, in diesem Jahr zum besonderen Thema: Genussvolles aus Hopfen und Malz. Über 40 Hand-werker und Händler haben sich bereits angemeldet.
Die „Oberlausitz genießen“ mit Leib und Seele heißt es an diesen Tagen - neben der Biervielfalt und dem Kulinarischen aus der Region wird auch wieder allerhand Kultur für Groß und Klein geboten. Sind es am Samstag die größeren Formationen wie Spielmannszüge und Feuerwehrkapellen, die die Besucher mitreißen, so begeistern am Sonntag etwas leisere Töne, etwa die von den Bierhähnen oder den zwei Vagabunden aus Stolpen.
An beiden Tagen kann in einem Bier-Quiz auch das eigene Wissen rundum den Biergenuss getestet werden. Die Auslosung ist am Sonntag Nachmittag und auf die Gewinner warten natürlich attraktive Preise.
Zum ersten Mal lobt der Sächsische Brauerbund e.V. (SBB) gemeinsam mit der Marketing-Gesellschaft Ober-lausitz-Niederschlesien mbH (MGO) eine Oberlausitzer Bierkönigin aus. Diese Botschafterin des edlen Gerstensaftes soll die Sympathie für die traditionelle Braukunst und für die breite Palette der in der Oberlausitz hergestellten Biere repräsentieren. Eingefügt in das Netzwerk Oberlausitz genießen® sind die Auftritte der Bierkönigin, neben ihrem ersten auf dem Oberlausitzer Genussmarkt, vordergründig in Veranstaltungen wie dem Oberlausitzer Genussfestival (10.06. bis 11.07.10) und den Lausitzer Fischwochen® (25.09. bis 31.10.10) verankert.
Die Bewerbung des 2. Oberlausitzer Genussmarktes und der Aktionen im Umfeld, vordergründig im Internet auf www.oberlausitzer-genussmarkt.de und www.oberlausitz.com, aber auch durch geeignete Printmedien, wird verbunden mit der Bewerbung sogenannter Biergenießer-Touren. Dahinter verbergen sich verschie-denste Erlebnisangebote der Oberlausitzer Brauereien: angefangen von Brauerei-Führungen, über Verkos-tungen bis hin zu Schulungen und vielem mehr. Auf diese Weise sollen neue touristische Reiseanlässe ge-schaffen, um Gästen die Genussregion Oberlausitz und die mehr als 50 Biersorten in der Oberlausitz bekannter zu machen.

Mehr Informationen zum 2. Oberlausitzer Genussmarkt in Neusalza-Spremberg:
http://www.oberlausitzer-genussmarkt.de

Mehr Informationen zur Bewerbung als Oberlausitzer Bierkönigin:
http://www.oberlausitzer-genussmarkt.de und http://www.bier-aus-sachsen.de

Mehr Informationen zu den Biergenießer-Touren und zum Oberlausitzer Genussfestival:
http://www.oberlausitz.com/geniessen

Mehr Informationen zum Sächsischen Brauerbund e.V.:
http://www.bier-aus-sachsen.de

 

Die 10 beliebtesten Biersorten Sachsens
23. April – der Tag des Deutschen Bieres

Dresden, 21. April 2010

Endlich wissen wir es ganz genau: im gerade erschienenen Erstlingsbuch klärt uns der Dresdner Betroffenheitslyriker Olaf Schubert auf, „dass das Reinheitsgebot eines der härtesten Gebote überhaupt ist und keinerlei Zutaten wie Hopfen und Malz erlaubt, nur reines Bier und Alkohol“. Aus Sicht der sächsischen Bierkenner hat der humorige Buchautor damit zwar nur knapp daneben, aber eben doch an der nachweislichen Historie vorbei geschrieben.

Auf dem Landständetag zu Ingolstadt vor nunmehr 494 Jahren erließ der regierende Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot, welches den ganzen Spuk von Aberglauben und Empirie aus der Brauerei verbannte. Übrig blieben lediglich die Gerste, der Hopfen und das Wasser als die Rohstoffe für den Brauprozess. Dies war eine echte Großtat der Gesundheitspolitik – genial umgesetzt durch die deutschen Brauer, die heute in ca. 1300 Braustätten mehr als 5.000 unterschiedliche Biermarken herstellen. Die Produktdefinition des Verbrauchers ist so schlicht wie zutreffend: Bier ist das reinste Vergnügen seit 1516.

Die Vielfalt der Biersorten geht von A, dem obergärigen Vollbier Alt vom Niederrhein, bis zu Z wie Zwickelbier, die hefetrübe Spezialität auch einiger Brauereien in Sachsen. Der Präsident des Sächsischen Brauerbundes, Heinz-Joachim Marre, ist stolz auf die Kreativität seiner Gilde: „Die sächsischen Brauereien können mit ihrem breiten Sortiment fast jede Geschmacksrichtung ihrer Verbraucher zufriedenstellen. Längst haben wir mit dem malzbetonten Schwarzbier die Gunst der Frauen gewonnen. Das weiche und etwas weniger gehopfte Exportbier behauptet in unserer Region einen vorderen Platz. Auf Bockbier verzichtet im Winterhalbjahr kaum eine sächsische Brauerei und selbst das spritzig-fruchtige Weizenbier kommt nicht nur aus Bayern, sondern z. B. auch aus der Lausitz. Unanfechtbar im Rennen liegt allerdings das Pils: Eine betonte Hopfenblume, sahniger Schaum und ein feinherber Geschmack – das sind die Markenzeichen des beliebtesten Bieres in Sachsen, und übrigens auch in Deutschland.“

Das beiliegende Ranking weist jedenfalls aus, dass die biergenießenden Geschmackspapillen durchaus regional differenziert ansprechen. Im Norden der Republik trinkt man herber, im Westen regiert das Obergärige, der Süden hält den größten Anteil der Weizenbiere und im Bierland Sachsen werden neben dem Pils die Sorten Export und Hell besonders bevorzugt.

„Brauer sind Optimisten, nach den mageren ersten zwei Monaten war der März zufriedenstellend und im Augenblick schmecken wir schon regelrecht den Aufschwung in die Biergartenzeit. Rund um den Tag des Deutschen Bieres können sich unsere Bierfreunde davon überzeugen: die sächsischen Biersorten sind auf den Geschmack ihrer Konsumenten ausgerichtet. Der Trend geht zum geringeren Alkoholgehalt im Bier. Deshalb hat das alkoholfreie Bier seinen berechtigten Platz und die Biermischgetränke sind weiterhin auf gutem Wege. Aber vor allem heißt es in Sachsen: Pils bleibt Pils!“ – so Präsident Marre mit Blick auf das Bierjahr 2010.


Die Top Ten der Biersorten im Freistaat Sachsen:


Platzierung Biersorte Marktanteil in Sa. Veränderung Marktanteil in D
in Sachsen (lt. ACNielsen) zum Vorjahr (lt. ACNielsen)

1. Pils 63,2% + 0,5% 55,6%

2. Export 16,3% - 3,8% 9,8%

3. Bier-Mix 5,3% - 1,5% 2,1%

4. Hell 2,9% + 11,8% 1,5%

5. Schwarz/Dunkel 2,8% + 2,1% 1,6%

6. Alkoholfrei 1,8% + 15,7% 3,0%

7. Weizen 1,3% + 1,4% 8,0%

8. Bock 1,0% + 11,2% 0,6%

9. Lager 0,8% - 23,5% 0,9%

10. Diät 0,8% - 11,2% 0,3%


alle anderen Sorten 3,8% 17,6%

Statistik zum Sächsischen Bier:

Sachsen Deutschland

• Gesamtbierabsatz 2009 8.642.575 hl (./. 2,8%) 99.983.780 hl (./. 2,8%)
davon Absatz Biermisch-
getränke 2009 298.523 hl (./. 7,4%) 4.070.914 hl (./. 3,1%)

• Braustätten 58 1.319
dav. Brauereigasthöfe 28

• Bierverbrauch
pro Kopf und Jahr ca. 145 Liter ca. 110 Liter

• Bierproduktion
pro Kopf und Jahr 200 Liter ca. 120 Liter

• Bierabsatz nach Gebinden

o Mehrweg 0,5 Liter 94,2% 72,6%

o Einweg-PET 2,5% 5,3%

o Partydose 5 Liter 0,2% 0,6%

o Dose 0,3% 1,3%

• Bierexport 1,6% 13,9%

• Biersteuer ca. 72 Mill. € ca. 739 Mill. €

• Sachsen ist nach Hektolitern das Bierland Nr. 1 im Osten
- und nach Nordrhein-Westfalen sowie Bayern die Nr. 3 bundesweit !

• Image-Kampagne zum Deutschen Reinheitsgebot:

o Verkündung im Jahr 1516, damit das älteste Lebensmittelgesetz der Welt

o Bier darf nur unter Verwendung von Wasser, Braugerste und Hopfen hergestellt werden

o 2016: 500-jähriges Jubiläum des Reinheitsgebotes

o Kampagne des Deutschen Brauer-Bundes bis 2016:

- Bier ist rein. Bier ist Genuss. Bier ist Deutschland
- Losung der Etappe 2010: Geschmacksvielfalt erleben

o Schwerpunktaktivitäten des Sächsischen Brauerbundes:

- Titel für 2010: „Sächsische Biervielfalt genießen“
- Präsentation gegenüber der Presse am 11.03.2010 im Pirnaer Brauhaus Zum Gießer 
- SBB-Auftritt mit Verkostung der sächsischen Biersortenvielfalt zum Tag des Deutschen Bieres im April 2010
- Präsentation der Sächsischen Kampagne auf dem Deutschen Brauertag im Juni 2010 in Berlin

• Sonstiges:

o Beschäftigte in der sächs. Brauwirtschaft ca. 2.000, davon 110

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Sächsische Biervielfalt genießen
Vorstellung der Bier-Image-Kampagne des SBB zum Jubiläum des Deutschen Reinheitsgebotes


Pirna, 11. März 2010

Das Jahr 1516 hatte für die deutschen Brauer schon immer etwas Heiliges. Der Erlass des bayerischen Herzogs Wilhelm IV. verpflichtete die Brauer, zur Bierbereitung ausschließlich Malz, Wasser und Hopfen zu verwenden. Heute ist das Deutsche Reinheitsgebot das älteste Lebensmittelgesetz der Welt und die Bierwelt wird in wenigen Jahren sein 500-jähriges Jubiläum begehen.

Den zeitlichen Count-down will die Brauergilde dafür nutzen, gegenüber ihren Verbrauchern die für das Bier so wertvollen Botschaften zu betonen. Auf den Punkt gebracht, lautet die Überschrift der Kampagne: Bier ist rein, Bier ist Genuss, Bier ist Deutschland.

Für Sachsen, das Bierland Nr. 1 des Ostens, spricht der Vizepräsident des Sächsischen Brauerbundes Dr. Bernd Schmidt seiner Branche aus der Seele: „Reinheitsgebot und Sortenvielfalt widersprechen sich überhaupt nicht. Aus der traditionellen Bierkultur in Sachsen, der fachlichen Kunst der hiesigen Brauer und nicht zuletzt aus den vier natürlichen Zutaten Malz, Wasser, Hopfen und Hefe entsteht in den 58 sächsischen Braustätten ein geschmacklich vielfältiges Produkt. Ob Extra-Hell oder ein dunkles Bier mit dezenter Rauchnote, ein fein-herbes Premium Pils oder ein malz-aromatisches Klosterbräu. Die Verbraucher können immerhin ca. 240 sächsische Biermarken genussvoll entdecken. In durchaus wörtlicher Bedeutung geht es deshalb bei unserem Bier um das reinste Vergnügen seit 1516.“

Die erfreulich zahlreiche Fangemeinde der heimatlichen Biere kann die vom Sächsischen Brauerbund ins Bild gesetzte „Sächsische Biervielfalt“ beispielsweise schon zum Tag des Deutschen Bieres im nächsten Monat oder auch anlässlich des Oberlausitzer Biermarktes am 12./13. Juni 2010 in Neusalza-Spremberg bestaunen und als bieriges Fotomotiv nutzen – eine Kostprobe bei den ca. 10 teilnehmenden Brauereien der Region inklusive.

Mit dem Blick auf das gastgebende Brauhaus Pirna „Zum Giesser“ ist sich übrigens die Brauwirtschaft sehr schnell mit der Geschäftsführerin der Gasthausbrauerei Susanne Schmees-Besgen einig: „Unser Brauhaus kann seinen Gästen den hauseigenen Biergeschmack und das Brauerlebnis in unmittelbarer Nähe der blitzblanken kupfernen Sudgefäße vermitteln. Ein ganz wichtiger Beitrag der Gasthausbrauer für die Lust und die Liebe zum Bier – auch wenn der Bierkonsument im Alltag auf die Biervielfalt der größeren Brauereien zurückgreift.“

Sachsens Bierabsatz 2009 sinkt geringfügig
Freistaat bleibt aber unangefochten Bierland Nr. 1 im Osten

Dresden, 5. Februar 2010

In den letzten 10 Jahren hat der Freistaat Sachsen rund 7% seiner biertrinkenden Bevölkerung verloren. Und trotzdem: nach dem vorjährigen historischen Absatz-Bestwert konnten die sächsischen Brauereien im Jahr 2009 konkret 8,643 Millionen Hektoliter Bier verkaufen. Das ist ein Minus von gerade mal 0,6% unter dem zurückliegenden 10-jährigen Mittelwert. Gegenüber dem Vorjahr wurden knapp 250.000 Hektoliter Bier weniger abgesetzt – praktisch also ein Jahresdefizit des sächsischen Bierkonsumenten von einem reichlichen halben Kasten!

Bundesweit wurden immerhin noch 100 Millionen Hektoliter Bier (-2,8% zum Vorjahr) an den Verbraucher gebracht. Mit 86% trinkt der deutsche Konsument sein Bier eindeutig am liebsten selbst. Mehr als drei Viertel der insgesamt 14 Millionen Export-Hektoliter verbleiben in den anderen EU-Ländern. Ihr Bedarfslimit erreicht haben offensichtlich die Biermischgetränke mit gut 4 Millionen Hektolitern (-3,8% zum Vorjahr).

Sachsen behauptet sich auch weiterhin klar als das Bierland Nr. 1 im Osten. Berlin/Brandenburg mit knapp 4 Millionen (45% gegenüber Sachsen), Thüringen mit 3,7 Millionen (43%), Mecklenburg-Vorpommern mit 2,8 Millionen (33%) und Sachsen-Anhalt mit ebenfalls 2,8 Millionen Hektolitern (32%) werden in ihre „Bier“-Schranken verwiesen.

Heinz-Joachim Marre, Präsident des Sächsischen Brauerbundes: „Der Bierabsatz in Sachsen ist unbeschadet von der kleinen Delle in 2009 absolut respektabel. Mit exakt 200 Litern jährlicher Pro-Kopf-Produktion steht die Brauwirtschaft des Freistaates an der Spitze aller deutschen Flächenländer. Für das gute Ansehen der hiesigen Biere außerhalb der sächsischen Landesgrenzen spricht die langjährige Konstanz des Bierabsatzniveaus. Damit trotzt die sächsische Bierbranche noch immer der demografischen Entwicklung im eigenen Kernverkaufsbereich und dem seit über 30 Jahren sinkenden Bierkonsum in ganz Deutschland.“

Im Hinblick auf Kosten und Erlöse ist allerdings auch für die hiesigen Brauer längst nicht alles eitel Sonnenschein. Weder der jährlich neue Absatzrekord und gleich gar nicht das Drängen des Handels nach immer mehr Aktionen und immer weniger Preis können im Sinne der Branche sein.

„Bier ist nicht nur ein wohlschmeckendes, sondern auch ein hochwertiges Produkt. Alle 58 sächsischen Braustätten verarbeiten Rohstoffe von hoher Qualität, sie betreiben ein kostenaufwendiges Marketing und sie wollen auch zukünftig mit umfangreichen Sponsoringmaßnahmen die Kultur- und Sportaktivitäten in der Region unterstützen. Sächsische Biervielfalt genießen – unter diesem Titel wird der Sächsische Brauerbund seine Imagekampagne bis zum 500-jährigen Jubiläum des Deutschen Reinheitsgebotes eröffnen. Und natürlich werden alle Freunde des sächsischen Gerstensaftes mit einbezogen.“ – so Präsident Marre zum Ausblick für das Bierjahr 2010.

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