Aktuelles

Aktuelles

13.04.2012 Die Frühlingsoffensive der sächsischen Brauer
05.05.2011 Anja Ittmann - so heißt die Sächsische Bierkönigin 2011
18.04.2011 Sachsens Brauer - frisch und spritzig, nicht nur zum Tag des Deutschen Bieres
28.01.2011 Sachsens Bierabsatz 2010 - 5,5 %

 

Die Frühlingsoffensive der sächsischen Brauer

Saisonfrische Bierangebote zum 23. April – dem Tag des Deutschen Bieres

Mehrweg statt mehr Wege – ein Memorandum des Brauer-Mittelstandes

Görlitz, 13. April 2012

Noch zu Ostern hatte es nur die wetterharten Biergenießer in die Biergärten verschlagen. Aber die Temperaturen steigen, die Gastronomie ist allerorts empfangsbereit und vor allem, die sächsischen Brauer wollen ihre Produkt-„Renner“ des Frühlings präsentieren. 

Nach dem ersten Quartal des Bierjahres 2012 sind die Brauereien des Freistaates Sachsen absatzmäßig auf Vorjahreskurs. Angestrebt wird wiederum ein kleines Plus – schließlich standen auch im vergangenen Jahr über 170.000 hl (+ 2,1%) zusätzlich im Bierabsatz. Gerade zum bevorstehenden Tag des Deutschen Bieres am 23. April ist es das Anliegen der regionalen Brauwirtschaft, auf das Deutsche Reinheitsgebot von 1516 zu verweisen. Schließlich liegt es in der Kunst der Brauer, aus den Zutaten Hopfen, Malz und Wasser die  Vielfalt der sächsischen Biere anzubieten und kreativ weiterzuentwickeln.

Der Präsident des Sächsischen Brauerbundes Steffen Dittmar (Geschäftsführender Gesellschafter der Bergquell-Brauerei Löbau GmbH) ist stolz auf die Kreativität seiner Gilde: „Die sächsische Biervielfalt ist legendär. Wir können mit unserem breiten Sortiment wahrlich jede Geschmacksrichtung unserer Bierfreunde zufriedenstellen. Auch saisonbezogen setzen wir auf die jeweils bekömmlichsten Produkte.“

Die Zwickauer Mauritius Brauerei sieht ihren „Bock Hell“ als Boten des Frühlings, das Dresdner Feldschlößchen schwört auf die vollmundige Würzigkeit seines „Export“-Bieres, der Chemnitzer Brauer empfiehlt das „Braustolz“-Pilsner und, wer es denn muss, kann sich auch mit „Hartmannsdorfer Pils alkoholfrei“ versorgen. Mit neuem Outfit weist die Sternquell-Brauerei aus Plauen auf die Umbenennung ihres beliebten Diät-Pils hin - das neue „Siebziger Sternquell“ bietet den um 70% Kohlenhydrat-reduzierten Biergenuss. Die östlichste private Biermanufaktur rät ihren Bier-Fans mit „Landskron-Weizen“ in die warme Jahreszeit zu wandern und der SBB-Präsident engagiert sich mit seinen „Bergquell-Bieren“ ab 28. April exklusiv auf der Landesgartenschau in Löbau. Das spannende Biererlebnis ist übrigens auch in einer der fast dreißig sächsischen Gasthausbrauereien zu erwarten, z.B. im Pirnaer Brauhaus „Zum Gießer“ oder im Bautzener „Keglerheim“.

„Mit ca. 310 sächsischen Biermarken der unterschiedlichsten Sorten hat der Genießer des Gebräus aus Hopfen und Malz hierzulande die angenehme Qual der Wahl“, so Dittmar.

Bierernst wandelt sich die Stimmung der sächsischen Brauer auf ihrer Jahresversammlung beim Thema Individualflaschen. Gerade hat die gastgebende Görlitzer Brauerei die notwendig gewordene Neuinvestition einer teilautomatischen Leerflaschensortierung vorgestellt. Die Nutzung der Eigentümer-geprägten Individualflaschen durch einige überregionale Brauereien erfordert in der Branche einen zusätzlich teueren Sortier-, Austausch- und Aussonderungsaufwand, z.B. in Görlitz jährlich mehr als 130.000 €.

SBB-Präsident Dittmar weiß seine Mitgliedsbrauer einig hinter den Forderungen des auf der Mitgliederversammlung verabschiedeten gemeinsamen Memorandums „Mehrweg statt mehr Wege“: „Wir brauchen die Trendumkehr zurück zur bundesweiten Wiedernutzung der standardisierten Bier-Mehrwegflasche. Ökologie und Ökonomie müssen auch im Logistikbereich wieder in den Vordergrund rücken. Nur so wird nicht nur die Vielfalt des Kulturgutes Bier, sondern gleichfalls die vielfältige Struktur der zur Zeit noch 1.341 kleinen, mittleren und großen Brauereien in Deutschland erhalten“.

Anlage:  Statisik zum sächsischen und zum deutschen Bier    
                SBB-Memorandum „Mehrweg statt mehr Wege“

zurück zur Übersicht



Anja Ittmann – so heißt die Sächsische Bierkönigin 2011
Erstmalige Ernennung einer königlichen Hoheit durch die sächsischen Brauer


Dresden, 05. Mai 2011

Im feierlichen Rahmen des Vorabendtreffens zum 18. Dresdner Brauertag im Dorint-Hotel Dresden haben die sächsischen Brauer erstmals eine Sächsische Bierkönigin gekürt.

Anja Ittmann, eine 25-jährige Wirtstochter aus der sächsischen Lausitz wird mindestens für ein Jahr als „Sächsische Bierkönigin 2011“ das Zepter, sprich den Bierkrug fest in der Hand halten und das gute Image des sächsischen Gerstensaftes bei zahlreichen bierigen Höhepunkten in und außerhalb Sachsen repräsentieren. Alltags serviert sie im elterlichen Gasthaus Zum Anker, führt per Fahrrad, Bus oder Flugzeug Touristen durch’s Lausitzer Seenland und betreut als Unternehmerin ihre neue kleine Ferienhaussiedlung in Klein-Partwitz.

Ihren königlichen Probezeitraum hat Anja Ittmann im Verlauf der letzten 12 Monate als erste Oberlausitzer Bierkönigin mit Bravour bestanden. Als sympathische und redegewandte Botschafterin des regionalen Bieres agierte sie mit viel Beifall im Rahmen des Oberlausitzer Genussfestivals und als prominenter Gast auf einigen Brauerei-Events des Freistaates.

Selbstbewusst äußert sich die Sächsische Bierkönigin 2011: „Als gelernte Hotelfachfrau und Wirtstochter kann ich Ihnen perfekt ein Glas Bier zapfen und servieren. Dazu eine kleine Geschichte zum Bier und seiner Herkunftsregion – das macht mir Spaß und damit kann ich auch meinen Gästen Freude bereiten. Ein bisschen aufgeregt macht mich mein Aufstieg und die Ernennung zur Sächsischen Bierkönigin schon, aber meine ganze Familie ist absolut stolz auf die Ehre und die Verantwortung, die ich für das sächsische Bier und für die sächsischen Brauer übernehmen darf. Und wenn Sie fragen sollten: Natürlich trinke ich nach getaner Arbeit auch gern ein Bier.“

Der neue Präsident des Sächsischen Brauerbundes ist einer der starken Fürsprecher zur Ernennung von Anja Ittmann: „Anja ist einfach authentisch für unser Produkt. Ihre natürliche Fröhlichkeit steht gleichermaßen für unser sächsisches Bier und für unsere heimatliche Region. Schon in Ihrer Funktion als Oberlausitzer Bierkönigin haben wir Brauer uns überzeugen können – Anja ist ein Glücksfall für das sächsische Bier.

zurück zur Übersicht


Sachsens Brauer – frisch und spritzig, nicht nur zum Tag des Deutschen Bieres Steffen Dittmar ist der neue Präsident des Sächsischen Brauerbundes Ehrenpräsidentschaft an Heinz-Joachim Marre


Dresden, 18. April 2011

Dem ersten Quartal im Bierjahr 2011 konnte in der Mehrzahl der 58 sächsischen Brauereien eine ordentliche Schaumkrone aufgesetzt werden – mit rund 5% Plus scheint sich der Bierabsatz nach dem schwächeren Ergebnis des letzten Jahres wieder zu fangen.

Der diesjährige Tag des Deutschen Bieres fällt auf den Ostersonnabend, zudem prophezeien die Wetterfrösche frühlingshafte Temperaturen und viel Sonne für die nächsten Tage. Alles spricht demnach für ein spritziges Pilsner, ein malzaromatisches Schwarzbier oder ein frisches Maibock aus den Sudkesseln der sächsischen Brauer. Und dann ein spezielles Prost auf den 495. Geburtstag des Deutschen Reinheitsgebotes am 23. April.

Sachlicher Optimismus stand auch im Vordergrund der Mitgliederversammlung des Sächsischen Brauerbundes am letzten Wochenende in Plauen. Die mehrheitliche Mitgliedschaft von mittelständischen Brauereien hat zur Neuausrichtung der Dienstleistungen auf die eigenständig sächsische Bierkultur geführt, personell erkennbar in der Zusammensetzung des neuen fünfköpfigen Präsidiums des Branchenverbandes.

Steffen Dittmar heißt der neue Präsident. Er ist 47 Jahre alt, Geschäftsführender Gesellschafter der Bergquell-Brauerei Löbau und er hatte bisher als Schatzmeister die Verantwortung über das Verbandsvermögen. Der geborene Oberlausitzer steht für kreative Produktentwicklungen und hat mit seinen dunklen Bierspezialitäten nicht nur in Sachsen viele Abnehmer gefunden. „In unserem Freistaat agieren große konzerngeführte Brauerei-Unternehmen, aber seit über zwanzig Jahren auch sehr erfolgreich und selbstbewusst fast fünfzig sächsisch-eigenständige Brauereien. Deren Stärke ist die regionale Nähe zu ihren Kunden, die konkrete Kenntnis des sächsischen Biergeschmacks und die Entfaltung der Braukunst in ihrer typisch regionalen Biervielfalt. Dafür sprechen unsere ca. 310 sächsischen Biermarken – aus meiner Sicht Grund genug für alle Genießer unseres wunderbaren Produktes, zum Beispiel am Tag des Deutschen Bieres mit einer kleinen Verkostung im nächstgelegenen Biergarten den Frühling zu begrüßen,“ so der neue Präsident des Sächsischen Brauerbundes.

Erstmals in das Verbandspräsidium gewählt wurden Jörg Sachse (Geschäftsführer der Sternquell-Brauerei GmbH, Plauen) als Vizepräsident, Katrin Bartsch (Geschäftsführerin der Landskron Brauerei Görlitz GmbH) als Schatzmeisterin sowie Rainer Otto (Geschäftsführender Gesellschafter der Mauritius Brauerei GmbH, Zwickau) und Karsten Uhlmann (Geschäftsführender Gesellschafter der Feldschlößchen Aktiengesellschaft, Dresden).

Nach über zwanzig Jahren erfolgreicher Tätigkeit für die sächsische Brauwirtschaft, als Vorstand Technik der Feldschlößchen Aktiengesellschaft Dresden und langjährig an der Spitze des Verbandspräsidiums, wurde Herrn Heinz-Joachim Marre (64 Jahre) mit seiner Verabschiedung in den Ruhestand von der Mitgliederversammlung die Ehrenpräsidentschaft des Sächsischen Brauerbundes zuerkannt.

Statistische Nachbemerkungen:

• Gesamtbierabsatz
o per Februar in Sachsen: + 6,2% (in Deutschland: + 3,0%)
o Geschätzt per März in Sachsen: + 5,0%
o Gesamt im Jahr 2010 für Sachsen: 8,2 Millionen Hektoliter (- 5,5% gegenüber Vorjahr)

• Anzahl der Braustätten und Beschäftigten
o 58 Braustätten, davon genau die Hälfte mit industrieller Bierherstellung ; die zweite Hälfte sind Gasthausbrauereien
o ca. 2.200 Beschäftigte
o Insgesamt in Deutschland 1.325 Braustätten

• Biersorten /Biermarken in Sachsen bzw. Deutschland
o Konkret Biersorten sind es um die 20 ; von A wie Alt über Pils, Export, Schwarzbier, Kölsch, Bock usw. bis Kellerbier alkoholfreie Biere bis Z wie Zwickelbier
o In Sachsen gibt es mittlerweile ca. 310 Biermarken – jeder Bierfreund könnte also an jedem Tag des Jahres eine andere sächsische Biermarke verkosten – und hätte immer noch einen alkoholfreien Tag in der Woche
o In Deutschland gibt es ungefähr 6.000 unterschiedliche Biermarken

• Pro-Kopf-Konsum
o In Sachsen traditionell relativ hoch – aktuell ca. bei 145 Litern ; lag zur Wende bei etwa 165 Litern
o Bundesweit aktuell bei 107,4 (2010) ; zur Wende bei etwa 145 Litern
o In Sachsen noch erfreulich stabiler Konsum; insgesamt tendenziell sinkend – auf Grund der zunehmenden Getränkevielfalt, der bundesdeutschen Alkoholpolitik, …
o Die Verbräuche in Sachsen und Bayern sind vergleichbar – beide in D Spitze

• Marktanteile der Biersorten in Sachsen
o Pils 64% (in D bei 55%)
o Export 15% (D 10%)
o Weizen 1,5% (D 8%)
o Biermix 5% (D 6,5%)
o Hell 1% (D 4,5%)
o Alk.freies Bier 2% (D 3,3%)
o Schwarzbier 3% (D 1,6%)
o Malzbier 0,6% (D 1,2%)
o Lager 1% (D 1%)
o Bock 1% (D 0,5%)
o Diätbier 1% (D 0,3%)

Anlagen (Fotos): Steffen Dittmar, neuer Präsident des SBB
Steffen Dittmar, Katrin Bartsch, Rainer Otto, Karsten Uhlmann, Jörg Sachse (von links) – das neue Präsidium des SBB
Steffen Dittmar mit Heinz-Joachim Marre, dem SBB-Ehrenpräsidenten

            

zurück zur Übersicht


Sachsens Bierabsatz 2010: - 5,5%
8-Millionen-Hektoliter wiederum deutlich übertroffen


Dresden, 28. Januar 2011

Das Jahr 2010 hat die Brauer nicht durchgängig jubilieren lassen. Mit 8,2 Millionen Hektoliter verkauftem Bier platziert sich die sächsische Brauwirtschaft immer noch auf dem Siegerpodium der bundesweiten Bier-Elite. Aber die anspruchsvolle Aufwärtsentwicklung der letzten 12 Jahre hat mit der Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres und einem Minus von 5,5% einen deutlichen Dämpfer bekommen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 470.000 Hektoliter weniger abgesetzt – statistisch hätte jeder Sachse mehr als einen Kasten Bier zusätzlich in seinen Keller tragen müssen.

Relativierend erläutert der Präsident des Sächsischen Brauerbundes Heinz-Joachim Marre: „Wir konnten in den vergangenen Jahren absatzseitig gegen den bundesweiten Trend fahren. Die sächsische Biervielfalt, die Qualität unserer Produkte und nicht zuletzt die Freude der Konsumenten, die Produkte der Brauer zu genießen, haben uns über viele Jahre zu einem überdurchschnittlich guten Absatzergebnis berichten lassen. Allerdings haben wir immer betont, dass sich auch die sächsischen Brauereien dem langjährigen Rückgang des Bierverbrauchs in Deutschland nicht dauerhaft entziehen können. Die demografische Entwicklung in Deutschland wird durch die auch heute noch festzustellende Abwanderung in Richtung Westen verstärkt - ältere Menschen trinken weniger Bier und die „Auswanderer“ erfreuen die Brauer in anderen Absatzgebieten.

Wir sehen allerdings mit Optimismus in das Bierjahr 2011. Die Unternehmen der Branche sind weiterhin gut aufgestellt, die Brauer sind bereit für neue Produktinnovationen und meteorologisch gesehen kann der bevorstehende Sommer nur besser werden.“

Bundesweit steht ein Gesamtabsatz von 98,3 Millionen Hektoliter zu Buche. Das ist ein Minus von 1,7%. Im Fokus der deutschen Brauer stehen die steigenden Preise für die Rohstoffe des Bieres, die neuerlich wieder anziehenden Energiekosten und – leider auch wie in den zurückliegenden Jahren – die Sonderangebote und Dauerpreissenkungen des Bieres im Lebensmitteleinzelhandel.

„Wir bieten unseren Konsumenten ein reines und absolut hochwertiges Produkt. Mit dauerhaften Aktionspreisen versucht der Handel den Kunden gerade in seinen Markt zu locken. Betriebswirtschaftlich kann sich eine solche Verkaufspraxis nicht dauerhaft rechnen. Durch das „Verramschen“ unserer Produkte besteht die Gefahr, dass das Image des Bieres Schaden erleidet und der Konsument die Wertigkeit des Bieres nicht mehr wahrnimmt. Die Aufgaben und Herausforderungen für die Brauwirtschaft sind offensichtlich – die Brauer Sachsens werden ihren Anteil erbringen.“ – so die Bezugnahme von Heinz-Joachim Marre zu den überregionalen Branchenthemen.

zurück zur Übersicht