Unser BIERLAND SACHSEN - rund um den 501. Geburtstag des Reinheitsgebotes

Bier ist (nicht nur) für die Sachsen eine feste Größe - Zunehmende Vielfalt bei Brauereien, Sorten und Marken

Dresden, 20. April 2017

Nach den Höhepunkten in 2015 „Tausend Jahre Bier in Sachsen“ und 2016 „500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot“ hört sich das Jahr 2017 eher nachrangig und fast schon ein wenig beliebig an - ist es aber keinesfalls. Der 23. April als Feiertag des Bieres bietet allemal genügend Gründe für eine bierige Bilanz der sächsischen Brauer. 

Mit mittlerweile 64 Braustätten hat Sachsen die Vorwendeanzahl deutlich überschritten (1989: 54 Brauereien, 1993: 30 Brauereien). Der jährliche Gesamtbierabsatz liegt seit fast zwanzig Jahren bei mehr als 8 Mio. Hektolitern. (Ausnahme in 2013: 7,9 Mio. hl). Das bedeutet für unseren Freistaat den unangefochtenen dritten Platz in der Bier-Bundesligatabelle (nach BY und NRW). Besonders hervorzuheben ist, dass der zunehmende Bierexport (2012: 2,6% des Gesamtbierabsatzes, 2016: 9,3%) - insbesondere nach China - die lange währende rückläufige Einwohnerentwicklung in Sachsen mehr als ausgeglichen hat. 

 

Das Erfreulichste für die Genießer der sächsischen Biere: die geschmackliche Vielfalt der Angebotspalette hat ein absolut unvergleichliches, neues Niveau erreicht. Natürlich beherrscht des Sachsens liebste Sorte, das Pilsner, mit über 65% Sortenanteil weiterhin die Landschaft. Aber zu den bisherigen Sorten Export (ca. 11%), Schwarzbier (ca. 4%), Bock (ca. 2%), alkoholfreies Bier und Radler (ca. 7%) kreieren die hiesigen Braumeister innovative Bierkunstwerke nach internationalen Anregungen und historisch bewährten eigenen Rezepten. So kann der Bierspezialitäten-Freund im gut sortierten Bierregal ein kaltgehopftes Indian Pale Ale, ein Whiskymalz-betontes Dunkelbier oder ein fruchtaromatisches Bier mit der Note von Williams-Christ-Birne auswählen. Oder er greift auf die für Sachsen wieder entdeckte Sorte Hell, auf ein hefetrübes Kellerbier, vielleicht auch auf eine Bierbrause mit Grapefruit-Geschmack zurück.

 

Für das Erlebnis und den Spaß mit sächsischem Bier sind kaum Grenzen gesetzt. Der Präsident des Sächsischen Brauerbundes und geschäftsführende Gesellschafter der Bergquell-Brauerei Löbau Steffen Dittmar dazu: „Die Besucher zum diesjährigen Tag der Sachsen in Löbau Anfang September werden sich von der einzigartigen Biervielfalt unseres BIERLANDES SACHSEN überzeugen können. Alle ungeduldigen Bierfans lade ich schon am letzten Juniwochenende zum 25. Eibauer Bierzug in die Oberlausitz ein. Dann sind die mehrspännigen Pferde-Bierwagen aus den sächsischen Brauereien zu bewundern. Und im großen Bierzelt warten über ein Dutzend Bierspezialitäten auf eine genussvolle Verkostung.“  

 

Kreatives Zeugnis für immer neue Ideen rund ums Bier beweist auch die Hotellerie in Sachsen. Im neu erstandenen „Pirn’schen Hof“ kann der Gast sein Lieblingsbier aus der nahen Gasthausbrauerei im gemieteten Hotelzimmer selbst zapfen. In das stilvolle Bier-Ambiente der gesamten Hoteletage können durchaus auch noch einige Bierfreunde eingeladen werden - gemeinsamer Ausblick auf den Marktplatz von Pirna inklusive.

 

„Nicht nur die jährliche Biersteuer in Höhe von fast 70 Millionen Euro kommt als Landessteuer unserem Freistaat zu Gute. Die sächsischen Brauer engagieren sich in der Kultur und im Sport. Die jährlichen Brauereifeste sind Publikumsmagnete in ihrer jeweiligen Region. Unser hoch qualifizierter Nachwuchs erlernt als Brauer und Mälzer sein Handwerk in Dresden, in der einzigen ostdeutschen Brauerschule. Uns ist es um die Perspektive der hochmodernen sächsischen Brauwirtschaft auch für die zweite Jahrtausendhälfte des Deutschen Reinheitsgebotes nicht bange. Kurzfristig wünsche ich mir allerdings ein bisschen mehr Sonne für die Eröffnung unserer Biergartensaison.“, resümiert der Verbandspräsident.