Bierabsatz Sachsen
Mit insgesamt 6.656 Millionen Hektolitern lag der Gesamtbierabsatz der sächsischen Brauereien im Jahr 2024 knapp 3 % unter Vorjahresniveau. Im bundesweiten Vergleich belegen Sachsens Brauer Platz 3, hinter Bayern und
Nordrhein-Westfalen.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre in Sachsen zeigt die Grafik.
Bierabsatz Deutschland
Die gesamtdeutsche Brauwirtschaft hat im Jahr 2024 82,6 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Absatzminus von 1,4 %. Vor Beginn der Corona-Pandemie setzte die Branche bundesweit noch 92,2 Millionen Hektoliter Bier ab. Innerhalb von 5 Jahren hat die Branche damit fast 10 Millionen Hektoliter Absatz verloren. Der Anteil alkoholfreier Biere ist in den letzten Jahren demgegenüber kontinuierlich gewachsen.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre in Deutschland zeigt die
Grafik.
Gebraute Hektoliter pro Kopf
Mit einem Gesamtbierabsatz von reichlich 6,6 Millionen Hektolitern ist Sachsen im Osten die unangefochtene Nummer 1. Mit großem Abstand folgen auf den Plätzen Berlin/Brandenburg und Thüringen. Mit Ausnahme von Bayern wird damit in Sachsen mit 165 Litern pro Kopf mehr Bier gebraut als in allen anderen Bundesländern. Die Sachsen lieben das einheimische Bier. Mehr als zwei Drittel des hier produzierten Bieres wird auch in Sachsen getrunken.

Anzahl der Braustätten
In Sachsen wird Bier in insgesamt 84 Braustätten gebraut. Davon arbeitet knapp die Hälfte industriell, die andere auf handwerklicher Basis. 1995 gab es in Sachsen 32 Brauereien. Im Lauf der Jahre erholte sich die sächsische Brauwirtschaft. Im Jahr 2002 war die Zahl der Brauereien bereits wieder auf 57 gestiegen. Diese Entwicklung hat sich kontinuierlich fortgesetzt und hält bis heute an. Als Braustätte wird statistisch jede der Biersteuer unterliegende Produktionsstätte erfasst. Insgesamt gibt es in Deutschland 1.459 Brauereien.

Große und Kleine im Braugewerbe
Die sächsische Brauwirtschaft ist wie die Brauwirtschaft in Deutschland insgesamt überwiegend mittelständisch geprägt. Der Bierausstoß in Sachsens Brauereien ist sehr heterogen. Die Spanne reicht von wenigen hundert Hektolitern kleiner Gasthausbrauereien bis zu über einer Million Hektolitern der sächsischen Großbrauereien.

Der Bierdurst der Sachsen
Deutschlandweit ist der Bierkonsum auf zuletzt 91,6 Liter pro Kopf gesunken. 2012 waren es noch 107,3 Liter pro Kopf, 1989 sogar 142,7 Liter pro Kopf. Der Bierkonsum in Sachsen liegt mit zirka 110 Liter pro Kopf 20 % über dem Bundesdurchschnitt. Mit Bayern und Böhmen bildet Sachsen das sogenannte „Bermuda-Dreieck des Bieres“.

Die sächsische Biervielfalt
Zwischen mittlerweile rund 350 Biermarken können die Verbraucher des sächsischen Bieres entscheiden. Die Sortenauswahl reicht vom Pilsner über das Exportbier, das Edel- und Spezialpilsner, das Hell und das Schwarzbier bis zum Bock und dem Weizenbier, alles in Sachsen gebraut. Zuletzt stark an Bedeutung gewonnen hat alkoholfreies Bier.

Export sächsischer Biere
Der Export von sächsischem Bier ist spiegelbildlich zum Gesamtbierabsatz in den letzten Jahren zurückgegangen. Sächsisches Bier ist im Ausland aber nach wie vor sehr gefragt und beliebt. Dies spricht für den geschmacklichen Erfolg der sächsischen Biere, besonders in Europa und Asien. Die hohe Qualität der hiesigen Bierspezialitäten und eine regelmäßige vertrauensvolle Kontaktpflege sind die Kriterien im Exportgeschäft. Knapp 10 % des in Sachsen gebrauten Bieres wird im Ausland getrunken.

Biersteuer
Die Biersteuer ist eine Landessteuer. Der Regelsteuersatz beträgt 0,787 € je Grad Plato Stammwürze. Alle Brauer, die über 200 Liter herstellen, müssen Biersteuer bezahlen. Der Finanzminister Sachsens kann eine jährlich fällige Biersteuer in der Größenordnung von etwa 50 Millionen Euro einplanen.



